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U19: Der Muttenzer Meisterexpress in voller Fahrt! E-Mail
Geschrieben von: Nico Kielbasa   

Mit 33:35 (19:20) gewinnt die U19 des TV Muttenz Handball ihr schweres Auswärtsspiel gegen das Spitzenteam ESV Weil am Rhein. Die Muttenzer lieferten dabei eine überragende Offensivleistung ab.

Es ist schon erstaunlich, wie souverän und überzeugend die U19-Junioren in den letzten vier Saisonspielen aufgetreten sind. Erstaunlich deswegen, weil noch in der Saisonvorbereitung so gut wie jedes Spiel verloren ging und man sich zwischenzeitlich in einer kleinen Krise befand. Doch wie es so schön heisst, ist eine misslungene Hauptprobe meist ein gutes Omen für die darauffolgenden Auftritte. Und so reiste am Sonntag ein selbstbewusstes und hochkonzentriertes Team aus Muttenz nach Weil am Rhein, um dort die vier Siege andauernde Serie weiter auszubauen und die Tabellenführung zu verteidigen. Die Weiler ihrerseits wurden als harter Brocken eingeschätzt, hatten die Südbadener doch erst eine knappe Niederlage gegen die Mitfavoriten aus Möhlin einstecken müssen.
Die Partie selbst wurde dann den hohen Erwartungen, die dieses Spitzenspiel mit sich brachte, mehr als gerecht. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten die beiden Mannschaften ein Offensivspektakel der Extraklasse. Die Muttenzer Mannschaft vermochte dabei die zahlreichen Zuschauer mit ihren 20 erzielten Toren zu erstaunen und begeistern. Die Chancenauswertung, das kleine Manko in den letzten Spielen, war dabei hervorragend und das Herausspielen der Abschlussmöglichkeiten liess Handballherzen höher schlagen. Auch das Trainergespann um Lukas Fromm und Nico Kielbasa zeigte sich hocherfreut, wurde doch erstmals ihre Handschrift zu 100% deutlich und alle Vorgaben von ihren Spielern umgesetzt. 
Mit einer 19:20-Führung ging man nach 30 Minuten in die Halbzeitpause. Dass bei einem Offensivspektakel die Abwehr nicht nur Glanzlichter setzen kann, ist dabei logisch und es zeichnete sich je länger, je mehr ab, dass diejenige Mannschaft das "Schlachtfeld" als Sieger verlassen würde, die die nötige defensive Stabilität gegen die starken Offensivreihen des Gegners findet, um dadurch weniger Gegentore zu kassieren.
Auch in der zweiten Halbzeit war die Partie ein offener Schlagabtausch. Die beiden Teams übernahmen abwechslungsweise die Führung und nach 50 Minuten stand es immernoch 28:28-Unentschieden. Was darauf folgte, war die stärkste Phase der Muttenzer. Der Kasten konnte dank der Abwehr um Torwart Fabian Zimmerli fünf Minuten lang sauber gehalten werden und mit schnellen Gegenangriffen ein 28:32-Vorsprung herausgespielt werden. Das herrlichste Tor des gesamten Spiels überhaupt erzielte der TV Muttenz dann in der stärksten Druckphase der Gastgeber, die noch einmal auf 31:32 verkürzen konnten: Ein traumhafter Querpass vom linken Flügel Andrin Mosimann auf den rechten Flügel Stefan Schneilin hebelte das gesamte Verteidigungs-Dispositiv des Gegners aus, wurde verwertet und setzte die Zeichen endgültig auf Sieg. Mit 33:35 ging die Partie schliesslich an die Muttenzer - eine wahrlich sensationelle Leistung gegen einen derart starken Gegner!
Mit diesem Erfolgserlebnis setzte man sich an der Tabellenspitze der U19-Meisterschaft endgültig fest und führt die Rangliste nun mit einem Punkt Vorsprung auf den ersten Verfolger an. Dass nach solchen hervorragenden Spielen die eigenen Ansprüche steigen, ist indes nichts als die logische Konsequenz davon. Und wem dieser Spielbericht ein wenig zu euphorisch erschien, dem ist nur anzuraten, die Darbietung der U19 des TV Muttenz Handball einmal selbst mitzuerleben und begeistert zu werden. Die nächste Gelegenheit dafür bietet sich bereits am Mittwoch, 11. November um 19:15 Uhr in der Kriegackerhalle. Der Gegner wird dabei erneut ESV Weil am Rhein heissen und es wird eine ähnliche Leistung vonnöten sein, um den Muttenzer Meisterexpress weiterrollen zu lassen!

Trainer: Lukas Fromm, Nico Kielbasa. Spieler: Micha Dill und Fabian Zimmerli (Tor); Janic Aebi, Fabio Rui, Dominik Kämpfer, Cyrill Bielmann, Stefan Schneilin, Aleksandar Rakic, Andrin Mosimann, Benjamin Walliser, Simon Altwegg, Raphael Hofer, Niklas Moström.        

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. November 2009 um 10:27 Uhr