Nicht dass sich die 1. Mannschaft nicht gewehrt hätte, doch im Auswärtsspiel gegen den TV Kleinbasel (1.Liga-Absteiger) war nichts zu holen. Mit 35:21 ging das Spiel verloren.
Zugegeben, es gibt einfachere Aufgaben als ein Auswärtsspiel beim TV Kleinbasel. Insbesondere nach einer vier Spiele anhaltenden Niederlagenserie und einem konstanten Nuller auf dem Punktekonto kam der 1.Liga-Absteiger nicht wirklich zu einem günstigen Zeitpunkt. Man könnte es allerdings auch ins Positive drehen und behaupten, dass es ein Vorteil sei, die stärksten Gruppengegner während der Formbaisse gegenüberstehen zu haben, da man in solchen Spielen sowieso nur "gewinnen" kann und keine für den Klassenerhalt essentiellen Punkte verspielen kann. Die Vorzeichen deuteten also klar auf einen Sieg der Kleinbasler, die Niederlage der Muttenzer war beinahe schon vorgezeichnet. Dennoch wollte man sich von den körperlich (drei 2-Meter-Riesen) überlegenen Baslern nicht abschlachten lassen und in den ersten 20 Spielminuten hielt die 1. Mannschaft des TV Muttenz Handball hervorragend dagegen. 9:9 war der Spielstand und bis zu diesem Zeitpunkt konnten durch ein energiegeladenes (aber kraftraubendes) Kombinations- und Laufspiel einige schöne Tore erzielt werden. In der Verteidigung indes sah man sich mit dem Problem konfrontiert, dass sich die grössten Handballer der Region in ein und demselben Team wiederzufinden scheinen. Dieser Vorteil wurde vom Gegner gnadenlos ausgenutzt und der "kleine" Mittelblock (es stehen keinesfalls Zwerge in unserer Verteidigung) etliche Male überworfen. Was nach diesen 20 Minuten folgte, war der fast schon eingeplante Bruch im Spiel des TV Muttenz. Der TV Kleinbasel stellte die anfangs sehr offensiv stehende Abwehr um, was zu Ballverlusten und unvorbereiteten Abschlüssen führte. Dadurch konnte der Gegner bis zur Pause mit 18:11 davonziehen und das Spiel damit in die vorgesehnen Bahnen lenken. In der zweiten Halbzeit dauerte es dann nicht lange, bis die zu Beginn ausgezeichnete Moral endgültig abhanden kam. Die Hypothek, die man mit in die Halbzeit genommen hatte, wog einfach zu schwer und es wurde versucht, mit der Brechstange den Anschluss irgendwie wiederherzustellen - ohne Erfolg. Die Kleinbasler zogen weiter davon und den Muttenzern schwanden immer mehr die Kräfte. Dass man zum Schluss dennoch 21 Tore aufweisen konnte, ist einigen Einzelaktionen zu verdanken. 35:21 war schliesslich das klare Verdikt nach 60 Minuten. Gegen einen der Gruppenfavoriten darf man verlieren, keine Frage. Doch das schwer angeschlagene Selbstvertrauen bräuchte dringend einmal zwei Punkte, um den Glauben an den Klassenerhalt aufrecht zu erhalten. Alles andere lässt die Negativspirale nur noch weiter drehen. Die nächste Gelegenheit auf ein Erfolgserlebnis bietet sich bereits am Sonntag in Sissach. Im Kellerduell der 2. Liga empfängt der punktelose TV Sissach den TV Muttenz Handball (Tannenbrunn, 14:00 Uhr). Spätestens in diesem Spiel sollte der Schalter auf Sieg umgelegt werden. Gelingt dies nicht,... doch lassen wir das. Wir alle wissen, dass die Alarmglocken längst geläutet haben.
Trainer: Peter Hartmann. Spieler: Sebastian Ebneter und Andy Vogt (Tor). Emanuel Schaffner (5/2), Jean-Daniel Neuhaus, Raphael Reinhard (2), Aurélien Martinez (6/3), Raphael Hofer (2), Patrick Schürmann, Stephan Boog (1), Nico Kielbasa (5). TV Muttenz Handball ohne: Lukas Fromm, Maximilian Jossbächer, Samuel Imbeck, Florian Georg, Michel Meyer, Dominik Binggeli, Kata-Jan Gutmann, Armin Schärer (alle verletzt), Marc Uhlmann (krank), Mario Mosimann (nicht spielberechtigt), Pascal Schnell (RS), Florian Rietschi, Timo Fromm, Fabian Aebi, David Fromm (alle abwesend). Summa summarum: 10 von 25. |