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Hamburg 2016: Hanse-Cup E-Mail
Geschrieben von: Roger Meier   

Die Handballabteilung des TV Muttenz hat sich mit zwei Teams zum diesjährigen Hanse Cup Hamburg, welcher über das Osterwochenende stattfand, angemeldet. Besetzt wurden die Teams aus Spielern der beiden Aktivmannschaften, sowie aus Spielern der U-19 Juniorenmannschaft.

Donnerstag 24. März und ein feucht fröhlicher Tag

Man traf sich vor 09:00 Uhr am Badischen Bahnhof. Vollgepackt begaben wir uns in unseren ICE welcher uns in nur gut sechs Stunden nach Hamburg bringen soll.

Sobald wir unsere (reservierten!) Plätze erobert hatten, konnten wir uns ausbreiten. Da wir genügend Reiseproviant dabei hatten, genossen wir die schöne Zugfahrt sehr. Diese wurde je länger, je fröhlicher und wir erreichten Hamburg um halb Vier.

Da unser Reiseleiter wohl zuviel Proviant Intus hatte, reichte es ihm nicht mehr rechtzeitig aus dem Zug, so setzte er seine Fahrt Richtung Kiel fort.

Ein Berner Leithund führte uns aber sehr erfolgreich (dafür langsam...) zu unserer Unterkunft in einem Hostel. Kaum angekommen konnten wir unseren Reiseleiter auch bald wieder in unsere Arme schliessen.

Nachdem wir unsere Suiten bezogen und uns verköstigt hatten, stand der Abend zur Turniervorbeitung zur Verfügung. Da das nördliche Wetter doch zunehmend feucht wurde, genossen wir einen feuchten aber sehr fröhlichen Abend auf der berühmt berüchtigten Reeperbahn.

 

Freitag 25. März, der Tag fürs Team

 

Ausgeschlafen aber noch leicht verkatert (durch unsere Vorbereitung), war dieser Tag für Teambuildung vorgesehen. Am Nachmittag unternahmen wir bei herrlichem Hamburger Wetter, eine Barkassenfahrt auf der Elbe. Von den Landungsbrücken aus kaperten wir uns eine hübsche Barkasse namens Ruth. In allerschönstem norddeutschen Dialekt führte uns unser Kapitän über die Elbe und gab uns (sehr wahrscheinlich) interessante Informationen über die Stadt weiter.

Nach einem Sportler-Znacht mit Steaks, T-Bones und anderen köstlichen Dingen, wollten wir uns wieder auf der Reeperbahn für den kommenden Turniertag heiss machen.

 

Samstag 26. März, erster Turniertag

Nahezu perfekt vorbereitet begaben wir uns schon sehr früh in Richtung Bergedorf, wo das mit internationalen (Deutsche, Dänische, Holländische und auch mehrere Schweizer) Top Clubs gespickten Turnier stattfinden sollte.

Vor der eigentlichen sportlichen Leistung muss man aber hervorheben, dass wir die Sieger der Herzen waren.

Geschlossen mit beiden Teams opferten wir uns auf, das erste sowie das letzte Spiel des Tages zu bestreiten (8.00 Uhr und 18.00 Uhr).

Zur sportlichen Leistung an diesem Samstag:

Bereits dezimiert mit zwei Ausfällen von Spielern (sie zollten wohl den hohen Tribut an die sehr harte Vorbereitung des Vorabends) verschlief das Team 1 das erste Spiel ein wenig. Obwohl wir alles probierten, konnten wir uns den Sieg gegen Neftenbach nicht sichern.

Im zweiten Spiel zeigten wir dann eine bärenstarke Reaktion und konnten gegen einen Topclub namens WHV Centauri uns ein Remis sichern.

Im dritten Spiel gings dann gegen den späteren Gruppensieger Marcel BVM. Lange war die Partie ausgeglichen, doch schlussendliche fehlte uns ein Tor für die verdiente Belohnung.

Am Nachmittag war dann Team 2 an der Reihe.

Im ersten Spiel wartete ein harter Brocken aus Holland. In einem hart umkämpften Spiel hatten wir in letzten Minuten das Nachsehen und verloren nur sehr knapp.

Im zweiten Spiel ging es gegen den Finalrundenteilnehmer NFO Handbold aus Dänemark. Den Dänen wurde alles abverlangt, kein anderes Team konnte sie so in Verlegenheit bringen, trotzdem hatten Sie am Schluss leicht die Nase vorne.

Im dritten Spiel gings gegen das Topteam aus Neftenbach. Lange war man dem Sieg näher, am Schluss reichte es aber nur noch zu einem unglücklichen Remis.

Hervorheben muss man, dass wir den Fairplaypokal (leider sieht das Turnierreglement keinen vor) verdient hätten. Unermüdlich feuerten wir andere Teams an und sicherten uns viele Sympathien.

Durch die gute sportliche Leistung sicherten wir uns für Sonntag zwei Derbyspiele gegeneinander, wo es um den Einzug ins Finale des Challenge Cups ging.

Angestachelt durch diese Nachricht, wollten wir uns für diese zwei tollen Spiele gebührend vorbereiten. Aus diesem Grund begaben wir uns abends ins Hamburger Nachtleben zu einem, vielleicht zwei Bierchen.

 

Sonntag 27. März, zweiter Turniertag

Ausgerechnet vor diesen zwei wichtigen Derbyspielen mussten wir einen Ausfall von sage und schreibe acht Spielern verdauen. Das Hamburger Nachtleben bekam diesen Spielern nicht sehr gut.

Dennoch reichten 13 tapfere Spieler (inkl. einem wirklich verletzten) um die Mindestanzahl von jeweils sechs Spielern zu stellen.

Sportlich boten wir den Zuschauern im ersten Spiel um 10.30 Uhr einen tollen Showkampf. Die Halle bebte, auch dank unseren neu dazugewonnenen Fans vom Vortag. Allen gefiel die Show, nicht aber den Turnierverantwortlichen. Da das Reglement keinen Spass vorsieht, mussten wir das nächste Spiel emotionslos abspulen.

Das Tolle an der Konstellation war, dass wir uns mit einer Mannschaft zur Finalteilnahme am Challenge Cup qualifizierten. Wir bildeten ein Team aus verschiedenen Spielern von beiden Mannschaften die zu diesem Finale antreten sollten.

Das Finale war somit H.V. Havas (Dänemark) gegen TV Muttenz Selection.

In diesem Finale zeigten wir die beste Leistung des Turnieres, wir zogen schnell mit paar Toren in Front. Havas zeigte aber auch, dass Sie nicht grundlos in diesem Finale waren und holten Tor um Tor auf.

Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten, als Havas kurz vor Ende zum ersten Mal in Führung ging, schien der Traum geplatzt. Doch das Team zeigte Moral und konnte ein 8:8 über die Reguläre Spielzeit bringen.

So sollte ein Siebenmeter-Werfen entscheiden. Es schien als hätten wir die Tage und Nächte zuvor mehr "Zielwasser" getrunken. Drei unserer vier ersten Schützen verwandelten souverän, durch zwei Big Safes unseres Torhüters konnten wir dieses Penaltyschiessen immer offen halten, gar zum entscheidenden Penalty antreten. Die Spannung war kaum auszuhalten als unser Coach Raphael Reinhard zum vermeintlich entscheidenden Penalty antreten durfte. TOR!! Eiskalt verwandelte er diesen Wurf durch die Beine des gegnerischen Keepers!

Durch diesen Steigerungslauf über das gesamte Turnier, konnten wir uns den siebten Platz bei diesem hochkarätig besetzten Turnier sichern.

Der Abend war zur Feier unseres Erfolges sowie zum tollen Abschluss des tollen Ausflugs.

Selbst eine holländische Frauenmannschaft, welche wir bereits aus dem Turnier in Franeker von vor Vier Jahren kannten, feierte mit uns in die Nacht hinein.

 

Montag 28. März Abreisetag

Sehr still war es morgens am Tag der Abreise. Durch die sehr kurze Nacht war jeder froh, endlich in den Zug zu kommen und wieder ein paar Stunden die Augen zu schliessen.

War es auf der Hinreise noch feucht und fröhlich, hatte die Rückreise eher die Atmosphäre eines Schlafwagens.

Im Gepäck mit vielen Eindrücken, tollen Erlebnissen und vielleicht noch ein wenig Restalkohol im Blut erreichten wir vor 19.00 Uhr Basel.

Nun heisst es den Schwung in die laufende Saison mitzunehmen.

Besonderer Dank gilt unserem Reiseführer/Coach/Papa Raphael Reinhard der für die ganze Organisation zuständig war.

Auch ein grosser Dank an den TV Muttenz Handball, welcher uns mit einem finanziellen Zustupf für dieses Trainingslager unterstützt hat.

 

Mit dabei waren:

Remo Ackermann, Simon Altwegg, Cyrill Bielmann, Sebastian Binggeli, David Bloch, Alberto Boullosa, Sebastian Ebneter, David Esparza, Marco Esparza, Roman Fankhauser, David Fromm, Alper Günes, Marco Güntert, Manuel Lukas, Roger Meier, Andrin Mosimann, Philipp Mumenthaler, Raphael Reinhard, Florian Rietschi, Manuel Schneider und Stefan Schneilin.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 22. April 2016 um 10:20 Uhr