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H1: Jackpot, Baby!!! E-Mail
Geschrieben von: Nico Kielbasa   

Dank einer Parforce-Leistung schlägt die 1. Mannschaft des TV Muttenz Handball erstmals die SG Handball Birseck! Der 27:20-Heimsieg ist ein wunderbares Geschenk vor Weihnachten und fühlt sich an wie ein Sechser im Lotto!

Tage, an denen einfach alles funktioniert, gibt es sehr selten im Leben. Oft gibt es hier und dort ein kleines "Aber", das der totalen Glückseligkeit im Weg steht. Oft denkt man im Nachhinein, dass man diese oder jene Situation besser hätte handhaben können und hinterfragt gewisse Handlungen und Taten. Doch nicht heute, nicht nach diesem Spiel, nicht nach der besten Saisonleistung der 1. Mannschaft! Nach dem Schlusspfiff gab es nichts anderes zu sehen, als strahlende und glückliche Gesichter und die Tatsache, dass man soeben den Angstgegner mit 27:20 (12:9) besiegt hatte, erfüllte Spieler, Trainer und Zuschauer mit einer grossen Genugtuung und Freude. Kurz vor Weihnachten ist dies das wohl schönste Geschenk, das man sich handballerisch hat machen können: Wir haben den Jackpot geknackt, Baby!!! :-)

Für all diejenigen, die nicht das Vergnügen hatten, diesem Ereignis beizuwohnen, hier eine kleine Zusammenfassung des Spielverlaufs:
Vor der Partie musste man ein wenig ernüchtert feststellen, dass sich das Kader mittlerweile auf ein Minimum verkleinert hat. Neben verletzungsbedingten Absenzen führten auch sonstige Abwesenheiten (Beruf, Krankheiten etc.) zu einem bloss acht Feldspieler starken Aufgebot. Doch was soll's?! Auf die Qualität kommt es an, nicht auf die Quantität! Insbesondere gegen die SG Handball Birseck, die in den vergangenen Spielzeiten den Muttenzern teils erschreckende Denkzettel auf den Nachhauseweg mitgab und sich so zu einem wahren Angstgegner des TV Muttenz entwickelte. Diese Angst endlich zu überwinden und den Respekt vor diesem Gegner abzulegen war also das Hauptziel der Mannschaft von Peter Hartmann und Kata-Jan Gutmann.
Konzentriert, engagiert und mit viel Leidenschaft startete man folglich auch ins Spiel und es wurde die seit den letzten Spielen währende Tradition eines guten Starts weitergeführt. Mit 3:0 ging der TV Muttenz sofort in Führung. Danach entwickelte sich die Partie zu einer sehr ausgeglichenen Angelegenheit mit wenigen Toren. Nach 20 Minuten hatten beide Teams bloss je sechs Tore auf ihrem Konto. Dies war einerseits Ausdruck der guten Defensivleistung, andererseits auch ein Beleg dafür, dass das Zusammenspiel auf beiden Seiten noch nicht wie gewünscht funktionierte. Dies änderte sich bis kurz vor der Halbzeitpause nur marginal, beim Spielstand von 9:9 nach 28 Minuten und 30 Sekunden jedoch begann, was für die Muttenzer zu einem wahren Fest wurde: Innerhalb dieser verbleibenden 90 Sekunden versuchte man, noch mit einem Vorsprung in die Pause zu gehen und erzielte nach 30 Sekunden den 10:9-Führungstreffer. Doch damit nicht genug - es folgten innert Kürze das 11:9 und das 12:9. Die Muttenzer gingen mit erhobenen Armen in die wohlverdiente Halbzeitunterbrechung, die Birsecker ihrerseits verliessen das Spielfeld mit hängenden Köpfen.
Dass der Mist damit noch nicht geführt war, hat das Handballspiel so an sich, ist doch ein 3-Tore-Vorsprung so schnell vergänglich wie die Schneepracht, die sich in jenen Tagen im ganzen Dorf niedergelegt hat. Es galt also, kein Prozent der Leistung aus der 1. Halbzeit zu verlieren und dem Gegner keinen Nährboden für neue Hoffnung zu geben.
Abgesehen von einer kurzen Findungsphase zu Beginn der 2. Halbzeit (in Unterzahl wurde aus 12:9 ein 12:11) wurde dieses Vorhaben hervorragend umgesetzt. Was danach folgte war ein Torfeuerwerk der Muttenzer, die nach fünf der zweiten dreissig Minuten zum Toreschiessen zurückfanden. Mit schnellen und hervorragend herausgespielten Abschlussmöglichkeiten wurden die stark nachlassenden Birsecker, die selbst im Angriff kein Bein vor's andere mehr brachten, zeitweise regelrecht an die Wand gespielt und die Tordifferenz wuchs von Minute zu Minute an. Am Ende hiess es 27:20. Dieser Spielstand beweist zweierlei Dinge: Die Handballweisheit Nummer 1, dass eine Mannschaft, die nicht mehr als 20 Tore kassiert, kaum einmal ein Spiel verliert und die Weisheit Nummer 2, die besagt, dass man mit mehr als 25 selbst geschossenen Toren sehr oft auf der sicheren Seite steht. 
Die 1. Mannschaft des TV Muttenz Handball "überwintert" nun auf dem zufriedenstellenden siebten Rang, direkt vor den Dorfnachbarn aus Pratteln. Mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen verabschiedet sich das Eins aus dem Jahr 2009 und wünscht allen eine besinnliche und schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Trainer: Peter Hartmann, Kata-Jan Gutmann. Spieler: Mario Mosimann, Andy Vogt (Tor); Emanuel Schaffner (4/1), Dominik Binggeli (1), Armin Schärer (2), Pascal Schnell, Raphael Hofer (7/1), Raphael Reinhard, Simon Altwegg, Nico Kielbasa (13).

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 22. Januar 2010 um 00:24 Uhr
 
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