Home Teams U11 U15 Inter: Last Minute Sieg in Emmen (Handball Emmen: TVM 21:22)
U15 Inter: Last Minute Sieg in Emmen (Handball Emmen: TVM 21:22) E-Mail
Geschrieben von: Raphael Reinhard   

Während 58 Minuten sind die Muttenzer einem Rückstand nachgerannt, und am Schluss dafür belohnt worden, dass man sich und die Partie nie aufgegeben hat.

Einen Tag nach unserer ärgerlichen 18:21 Niederlage in Thun letzten Samstag, mussten auch die Emmener nach einer engen Partie ohne Punkte aus dem Berner Oberland abreisen.
Aufgrund dieses Vergleiches war im Duell mit der zweiten Zentralschweizer Mannschaft mit einer engen Kiste  zu rechnen.
Dem mitgereisten (treuen) Anhang wurde diesbezüglich auch wieder schön etwas geboten. Wie bei allen bisherigen Siegen in der laufenden Meisterschaft kann man auch beim jüngsten Erfolg nicht gerade sagen, dass spätestens zur Halbzeit der Mist geführt gewesen wäre. Ganz im Gegenteil, auch dieses Mal wurde der Muttenzer Kampf- und Teamgeist arg auf die Probe gestellt.
Die Defensive ist mittlerweile so gut eingespielt, dass auch die spielstärksten Teams der Schweiz ziemliche Probleme bekunden gegen das Muttenzer Bollwerk klare Torchancen herauszuspielen. Somit ist es auch einfach herauszufinden wo derzeit der Knoten noch nicht so richtig geplatzt ist, nämlich in der Offensive.
Die U-15 aus Emmen war körperlich mit dem Team vom RTV Basel zu vergleichen. Die Stammformation aus Muttenz brachte einige Kilos mehr auf die Waage und warf einen breiteren Schatten als der des Gastgebers. Jedoch dauerte es volle 30 Minuten bis dies auch in den Köpfen der Spieler angekommen ist. Zu oft spielte man quer anstatt des direkten Zugs zum Tor zu suchen. Emmen verteidigte wie die meisten Teams enorm offensiv (3:2:1), was uns nach wie vor zu Fehlzuspielen und technischen Fehlern verleitet. So lautete das Halbzeitresultat 14:11 für den Gastgeber.
In der Kabine wurden einige Ungereimtheiten beseitigt und das Team startete wild entschlossen in die zweiten 30 Minuten. Man wollte unbedingt in keine Gegenstosssituationen mehr geraten wie im ersten Durchgang. Als man noch mit einem Tor hinten lag verfiel man wieder ins alte Verhaltensmuster aus dem Startdurchgang. Und schon waren es plötzlich vier Tore, aber immerhin noch 20 Minuten zu spielen. Emmen brachte offensiv immer weniger zustande und musste je länger je öfter den Abschluss aufgrund einer Zeitanzeige des sehr jungen Schiedsrichtergespanns suchen. Dies ermöglichte den Baselbietern weiterhin den einen oder andern „Stockfehler“ zu machen ohne dafür die Konsequenzen tragen zu müssen. Die Spannung war kaum zu überbieten als man endlich in der 59. Spielminute in Führung ging.
Ich weiss nicht wie viele Minuten Emmen zu diesem Zeitpunkt kein Tor mehr geschossen hatte, aber auf jedenfall gelang es ihnen nochmals auszugleichen.
40 Spielsekunden vor Schluss zog man das Time Out und besprach den letzten Angriff der Partie. Und er wurde zum Spiegelbild der Partie. Zwar wurde nicht eins zu eins dies umgesetzt was man eben erst besprochen hatte, aber man konnte den guten Willen jedes einzelnen erkennen und es gelang mit einer Notlösung dessen, das verdiente Siegestor gut 15 Sekunden vor Schluss.

Die Meisterschaft geht im Eilzugstempo weiter, nächstes Wochenende wartet der Gang zum Schweizermeister 2010. Also ein Spiel in dem man nichts verlieren, aber viel gewinnen kann.
Das Spiel startet am Samstag 11. Dezember um 13:30 Uhr in der Schachenhalle in Aarau.
Tor: Benjamin Blumer
Feld: Alberto Boullosa, Ricardo Cardoso (14), Manuel Csebits, Jan Gautschi (2), Pascal Jauslin, Dominik Koch, Raphael Koller (2), Manuel Lukas, Lucas Meister (5), Dominic Visentin, Urs Wermuth

 
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